Semesterkneipe HWS 2013

„Student sein, wenn die Humpen kreisen…“

Es ist der Abend des 26. Oktober. Die Kneipe ist in vollem Gange. 20 Alte Herren, eine Hand voll aktiver und inaktiver Burschen, sowie 2 frisch hinzugekommene Füxe sitzen im gleichnamigen Raum im Korporationshaus der Leipziger Turnerschaft Fridericiana in Mannheim und feiern ihre diesjährige Semesterkneipe des Herbst-Winter-Semesters 2013. Auf den Tischen liegen die Kommersbücher mit alten Studentenliedern – selbstverständlich verschlossen, da in ein offen liegendes Buch Bier gestellt werden kann, was dem unachtsamen Fux natürlich sofort durch seine Tischnachbarn in der praktischen Demonstration gelehrt wird. Unser Erstchargierter hielt eine sprachlich und stilistisch ausgefeilte Rede, was ohne Zweifel mit seinen Führungsfähigkeiten in Zusammenhang steht.
Der Kneiptag begann nach längerer Vorbereitungsphase um 15 Uhr mit dem Altherrenconvent und wurde um 19 Uhr mit einem Essen in geselliger Runde beim nahe gelegenen Griechen fortgesetzt, zu dem die Aktivitas freundlicherweise von den Alten Herren eingeladen wurde. Die Kneipe, als Höhepunkt des Abends, begann um 20 Uhr.
Als Fux war es sehr interessant, die Traditionen und die Verhaltensweisen eben dieser kennen zu lernen und das leichte Unbehagen über die Vorstellung, zwei Stunden lang im Saal zu sitzen, diesen nicht verlassen zu dürfen und dabei studentische Lieder zum Besten zu geben, verflog schnell. Unsere Bierorgel begleitete die Lieder auf dem Klavier und der parallel dazu stattfindende Bierkonsum führte zu einer fröhlich-erheiterten Atmosphäre der Anwesenden.
Da die Aktivitas der Fritzen, wie generell auch die meisten Studenten, unter notorischer Geldknappheit leidet, und somit zur Kneipe leider nur Oettinger Bier darreichen konnte, beschlossen mehrere Alte Herren, zum Wohle der Gemeinschaft zusammenzulegen und drei Fässer feinsten Warsteiner Pils bereitzustellen. Unglücklicherweise gab es auf dem Haus jedoch keine Zapfanlage und der mutige Versuch unseres Drittchargierten, einen Fassanstich mit einem zu kleinen Zapfhahn durchzuführen, führte dazu, dass das Bier nicht nur im übertragenen Sinne in Strömen floss.
Höhepunkt des Abends war die Übergabe des Prunkbandes an unseren lieben Alten Herrn Winkler durch den AHV Urs Wehner. Thomas Winkler, seinerzeit aktiver Bursche bei der alten Leipziger Landsmannschaft Afrania zu Heidelberg, machte sich im Reaktivierungsjahr 1964 um unsere Verbindung verdient, als er die nach Gründung der DDR und dem Bau der Mauer überall in Deutschland verteilten Ehemaligen der Fritzen aufsuchte und sich um die erfolgreiche Neugründung der Leipziger Turnerschaft Fridericiana nun zu Mannheim/ Heidelberg bemühte.
Als sich die Kneipe dann dem Ende neigte, bereiteten sich die beiden neuen Füxe McNeill und Geißler auf ihren großen Auftritt, den fleißig einstudierten Fuxenulk vor. Dieser zeichnete sich durch einen stummen Dialog mit eingebauter Situationskomik aus und schien unter den versammelten Zuschauern durchaus große Erheiterung auszulösen. Die vorbildliche Performance dieser beiden Neuzugänge wurde natürlich reich honoriert – mit einem freudigen Zuprosten.
Dennoch war es alles in allem ein wirklich schöner Abend, da man auch gerade als Fux die Gelegenheit hatte, sich mit der Altherrenschaft bekannt zu machen und einen Abend in geselliger Runde zu verbringen.
Die nächste Kneipe wird mit Freude erwartet.

In diesem Sinne Prost!

 

Foto 4 Voll des guten Bieres Foto 2

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Aktivenbesuch bei AH Rosi

Am Freitag dem 12. Oktober war es soweit, die Aktivitas bestieg das gemietete Auto, um unseren AH Rosi, auf dessen Einladung hin, in Essen zu besuchen. Nachdem die Kästen voller Wegzehrung verladen waren ging es auf ins schöne Dreieich, um unseren Bbr Minh Nguyen dort abzuholen. Da wir ja quasi schon in Frankfurt waren, beschlossen wir unseren Freundschaftsbrüdern Frankoniae einen kurzen Besuch abzustatten. Gesagt getan: Rein ins Haus, begrüßt, Anstafette, Abstafette, verabschiedet, schon waren wir weiter auf dem Weg in den Pott. Gegen halb elf kamen wir dann in der Casa del Rosi an, wo wir mit hauseigener Pizza und weiterem Bier begrüßt wurden. Später ließen wir den ersten Abend in einer urigen Kneipe bei Schnaps und Bierchen ausklingen. Am nächsten Tag war Kultur angesagt. Zuerst gab es eine Stadtführung, gefolgt von einem Besuch in der Villa Hügel, die unser Fux Marco am liebsten gar nicht mehr verlassen hätte. Dann genossen wir noch den wunderschönen Blick vom Tetraeder übers Ruhrgebiet. Doch wie heißt es so schön: Schuster bleib bei deinen Leisten ! Deshalb führte uns AH Rosi in die Rüttenscheider Hausbrauerei, wo wir uns daran machten zwei Fässchen zu vernichten, gefolgt von sehr gutem Essen. Da der Abend aber noch jung war gingen wir weiter in eine Cocktailbar, wo wir den größten Cocktail fanden, den wir je gesehen hatten. Auch sehr anregend waren die Gespräche mit dem „Chef“ von Fiat Deutschland, wie er uns erzählte und der zufällig gerade dort verkehrte. Am Sonntag fuhren wir dann wieder zurück ins beschauliche Mannheim.

Vielen Dank für deine Zeit und das schöne Wochenende AH Rosi !
Die Aktivitas

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144. Pfingstkongress des CC in Coburg 2012

Vom 25. bis 28. Mai 2012 fand in Coburg der 144. Pfingstkongress statt. Wie immer versammelten sich auch dieses Jahr sämtliche CC-Bünde in Coburg zum Feiern ihrer studentischen Traditionen.

Unsere liebe Fridericiana reiste bereits am Freitagnachmittag – 25. Mai – nach Coburg, schließlich finden die Studenten bereits am Abend des Anreisetages in der Altstadt Coburgs zusammen, führen Gespräche, amüsieren sich und frönen selbstverständlich dem gottgleich glänzenden, goldgelben Gerstensaft – auch bekannt unter der Bezeichnung „Bier“. Aber zuerst galt es für die Bundesbrüder, ab 22 Uhr im Hotel zu Großheirath mit den zuvor angereisten Alten Herren ins Gespräch zu gelangen und ein paar Späße bei Weißbier auszutauschen. Später in der Altstadt trafen wir sowohl auf Verbandsbrüder der Alten Leipziger Landsmannschaft Afrania, als auch auf unsere lieben Freundschaftsbrüder Hohenstaufiae Tübingen, mit denen wir ein wohlwollendes Verhältnis pflegen. Gemeinsam unternahmen wir eine kleine Tour zu Fuß durch Coburg, bei der uns eine Mannheimer Kommilitonin, die selbst aus Coburg stammt, durch die alten Straßen führte und uns mit der örtlichen Clubkultur vertraut machte.

Tags darauf nahm die Fridericiana Teil an den durch den CC organisierten Sportveranstaltungen. Mit Abstand am populärsten erwies sich das Schießen beim örtlichen Schützenverein – gleich sechs Bundesbrüder konnten ansehnliche Erfolge erzielen. Im Anschluss fuhr man nach Vierzehnheiligen mit seiner berühmten Barockbasilika und genoss anschließend den Nachmittag bei einigen Bieren und interessanten, wie auch humorigen Gesprächen zwischen Aktiven und Alten Herren im Hotel. So konnte man sich im gemütlichen Beisammensein bereits auf den Fritzenabend vorbereiten. Den begehen wir alljährlich in Form einer familiären Kneipe. Dieses Jahr konnten wir erfreulicherweise Adrian Sedlik unser Band als Zweitband verleihen. Auch unsere Freundschaftsbrüder der Hohenstaufia Tübingen waren anwesend, sodass wir anschließend gemeinsam nach Coburg für einen Kneipenbummel fuhren, wobei wir auch den Brand der Gaststätte „Loreley“ beobachten konnten.

Der Sonntag begann mit einem reichhaltigen Frühstück, was auch nötig erschien, schließlich wollte man später in Seßlach bei einigen Krügen voll flüssigen Goldes nicht zu früh aufgeben müssen. Zur gleichen Zeit wie der Pfingstkongress findet im nahen Seßlach jährlich ein mittelalterlicher Markt statt, bei dem sich durch den Ausschank von Bier und Livemusik speziell auch um die Belange von Korporierten gekümmert wird. Also wurde zünftig fränkisch getrunken und dabei von einem Alten Herrn der eine oder andere Schwank aus der Aktivenzeit zum Besten gegeben, was den Vormittag schnell vorübergehen ließ. Nach Seßlach ging die Reise weiter nach Lichtenfels, das sich durch einen Berg mit gutem Ausblick über den „Gottesgarten“ um Coburg auszeichnet, den Staffelstein.

Offiziell endete der Sonntag mit einem Abendessen im Restaurant neben dem Stadthaus Coburgs, der „Ratsschenke“. Die Aktiven jedoch gaben noch nicht auf! Ebenso zu Pfingsten fand auch dieses Jahr das Fest der Dorfjugend zu Großheirath statt, samt Livemusik und gutem Gebräu, auf dem noch bis lang nach 12 Uhr verweilt wurde.

Montag stand ganz im Zeichen der CC-Feierlichkeiten: Nach der Ankunft auf dem Schlossplatz wurde den gefallenen Verbandsbrüdern am Soldatendenkmal gedacht, um danach auf das Gelände der Feste zu chargieren und den Gottesdienst zu begehen. Nach einem offenen Nachmittag fand abends um 19 Uhr der Kommers statt, dem Höhepunkt des Kongresses, denn der Korporierte singt und trinkt ganz ungeniert! Freilich wurde, wie jedes Jahr, der Schweizer Vertreter frenetisch begrüßt und auch die Reden mit Beifall goutiert.

Da nach dem Brand der Loreley und einigen Demonstrationen linksgerichteter Gruppen der Fackelzug nicht am Montagabend abgehalten werden konnte, entschieden wir uns, gegen 23 Uhr die Heimreise anzutreten. Rückblickend muss man sagen, dass Coburg wie immer ein besonderes Ereignis ist und dies bestimmt bleiben wird.

Verfasst von aF Gros Z!

Am 10. September 2012

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Bierwanderung 2012

Auch in diesem Jahr gab es wieder einen sportlichen Höhepunkt des Somersemesters in Form einer Wanderung.

Um der vollkommenen Verausgabung aller Kräfte entgegen zu wirken und gleichzeitig den Horizont der BbrBbr zu erweitern bot sich auch in diesem Jahr wieder das Bier- und Weinland Franken an. Schwerpunkt war jedoch wie auch die letzten Jahre das Gerstengold.

So trafen sich auch in diesem Jahr wieder ein Häuflein Fritzen am Wochenende von 13.-15.07.2012 in der Fränkischen Schweiz. Basislager der diesejährigen Wanderung war Waischenfeld.

Nach einer langwierigen Anreise nutzte die Aktivitas am Freitagabend (ohne die hemmenden Einflüsse eines AH) das Angebot der örtlichen Brauer und (insbesondere) Brenner.  Dabei konnte Bekanntschaft geschlossen werden mit nahezu allen im Hotel mituntergebrachten Reisegruppen geschlossen werden.

Hiervon konnte ich mich nach meiner Anreise am Samstagmorgen selbst überzeugen. Sämtliche  Frühstücksgäste grüßten unseren Tisch. Es gab auch hilfreiche Tipps in welchem Hotelzimmer einzlne Kleidungsstücke abgeholt werden können.

Mit kurzer Verspätung ging unsere Wanderung dann los. Von Waischenfeld zum ersten Etappenziel Hubenberg. Dort verkosteten wir das dunkle Held-Bräu. Um jedoch rechtzeitig zum Essen in unsern nächsten Ziel anzugelangen mussten wir zügig aufbrechen.

Genau zur Mittagszeit kamen wir in Breitenlesau an und labten uns an den diversen Köstlichkeiten der Brauerei Krug. Dort wurden auch kulinarische Deftigkeiten geprüft und für gut befunden.

Nach dieser etwas längeren Pause ging es bei mittlerweile strahlendem Sonnenschein durch das üppige Grün von Feldern und Wäldern in Richtung Nankendorf.

Dort wurde uns das süffige Schroll-Bier serviert. Die angebotenen Knoblauchwürste aus hauseigener Schlachtung waren jedoch nichts für schwache Mägen und Nasen, da sie hielten was der Name verkündete. Nachdem die mitgereisten Aktiven am vorabend schon bewiesen hatten wie kontaktfreudig sie sind, stellten sie dies erneut unter Beweis und wir schlossen uns einer Wandergruppe an. Deren Ziel war (wieder) Breitenlesau. Dort war just an diesem Abend Kärwa. Dort hatten wir dann die Möglichkeit zu einem Austausch von Liedgut zwischen örtlich-deftigen Liedern einerseits und unseren Studentenliedern andererseits.

Nachdem man sich ausgetauscht hatte und einen erlebnisreichen Tag verlebt hatten, nahmen wir die Dienste eines Fuhrdienstes in Anspruch und zogen uns in das Hotel zurück.

Am nächsten Tag konnten wir alle gestärkt von Speis und Trank und mit neuen Erlebnissen und Bekanntschaften den Heimweg antreten. Dies alles in dem guten Gewissen, bei weitem noch nicht alles gesehen (und getrunken) zu haben.

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„Es zieht mich immer wieder hin“

erschienen Mittwoch, 12. Oktober 2011, Badische Zeitung:

Den Traummann findet man unter den Burschen einer Verbindung eher nicht – was fasziniert Couleurdamen dennoch an dieser Welt?

Nackt ums Münster, Alkohol ohne Limit, Mädchen als Accessoires: Klischees über Verbindungsstudenten gibt es viele. Nur: Welche Frau findet das attraktiv? Eine Antwortsuche in der Welt der Couleurdamen, Longchamps-Prinzessinnen und Upper-Class-Anwärterinnen.

Rhythmisch kreist Florentinas* Hüfte zu den vibrierenden Beats. Auf knallroten High Heels tanzt sie durch die Nacht. Florentina besucht an diesem Abend – wie viele andere junge Frauen – eine Verbindungsparty auf dem Lorettoberg, dem exklusiveren Teil der Wiehre. „Ich bin ein gern gesehener Gast auf einigen Verbindungshäusern – die Hausmama, die für je den ein offenes Ohr hat“, erzählt sie nicht ohne Stolz. Doch heute Abend wird gefeiert. Die Jägermeisterflasche tanzt bereits neben der 24-Jährigen, fest im Griff eines Burschen mit dem traditionellen Band um die Brust.

Florentina studiert in Freiburg VWL und kam über einen Kommilitonen zu den Studentenverbindungen. Vor allem die Neugier trieb sie dazu, das Klischee des arroganten Jurastudenten mit Timberland- Schuhen, der sich jedes Wochenende ein neues Mädchen aufreißt, auf den Prüfstand zu stellen. Die ersten Abende auf dem Haus folgen – mit Überraschungseffekt. Vortragsabende über Integration, Brunch mit den alten Herren und Bälle im Colombi-Hotel stehen ebenso auf der Tagesordnung wie der traditionelle Kneipenbesuch zu Beginn und Abschluss des Semesters, der Fahnenklau und die Party auf dem Haus. „Am Anfang war ich schon die Außenseiterin bei den Mädels. Sie kannten sich alle untereinander, und unsere Unterhaltungen waren ziemlich oberflächlich.“ Mittlerweile hat jedoch auch Florentina Freundinnen gefunden, die sich auch außerhalb der Villa treffen. Ein Status, den Lena* noch nicht hat – und auch gar nicht will. Die 23-Jährige bewegt sich nur am Wochenende in Studentenkreisen. Auf der Suche nach ihrem Platz an der Seite des richtigen Burschen ist sie auch an diesem Wochenende auf einer Verbindungsparty. „Früher bin ich auf diese Partys gegangen, um mir einen Keil aufzureißen, aber heute weiß ich es besser.“ Jemanden aus einer Verbindung dingfest zu machen, sei nämlich gar nicht so einfach. Wilde, zügellose Feiern, welche unter Umständen auch sonntagmorgens nackt auf dem Münsterplatz enden, seien, ihrer Erzählung nach, keine Seltenheit. Ebenso ständig wechselnde Frauen. Ein kleines Lächeln huscht über Lenas Gesicht, während sie versonnen an ihrer Zigarette zieht. „Man ist doch immer auf der Suche nach dem Einen. Dem, der nicht so ist wie alle anderen. Meistens wird man aber doch enttäuscht. Es ist eben wie eine Droge für mich. Ich habe schon öfters überlegt, nicht mehr hinzu gehen, aber es zieht mich einfach immer wieder hin.“ Und oft zieht es Lena nicht nur auf die Party, sondern auch in die Arme eines Burschen.

Doch wieso werden Frauen von dieser Gruppe Mann scheinbar angezogen wie die Biene von der Rosine? „Das Frauen- und Männerbild in diesen Kreisen ist sehr traditionell“, erklärt Alexandra Kurth. Sie forscht am Institut für Politikwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen zum Thema Männerbünde und Burschenschaften. „Die Männer präsentieren sich selbst als stark, tapfer und mutig. Frauen sind die polare Geschlechtervorstellung – zart und zurückhaltend. Das hat sich seit dem Anfang des 19. Jahrhundert nicht sehr verändert, und in einigen Verbindungen scheinen die Neuerungen der Emanzipation verpufft zu sein.“ Selbst bei den vermeintlichen Ehrungen der Frauen, wie zum Beispiel der Damenrede am Stiftungsfest, klinge eine Abwertung mit. Auch in den eigenen Reihen werde mit Stereotypen gespielt.

„Ich möchte nicht als Couleurmatratze gelten.“

Wie ein großes Netzwerk jedoch beschreibt Florentina, das Mädchen in den roten High Heels, das Leben mit der Verbindung. Jeder kennt jeden. Gegenseitiger Besuch auf den Partys, Wiedersehen in der Uni. Und vor allen anderen Dingen viel Klatsch: „Es ist wie bei Gossip Girl, der TV-Serie: Nach jeder Party erzählt man sich die neuesten Geschichten. Da bei seinen Ruf zu wahren ist schwer, aber sehr wichtig für mich. Ich möchte nicht als Couleurmatratze gelten.“ Ein Mädchen mit dem Ruf, dass sie für jeden zu haben ist, sei auf keinem Haus mehr gern gesehen. „Nie würde ich etwas mit einem anfangen, der noch auf dem Haus wohnt.“ Dann steigt ihr die Röte ins Ge sicht. „Nur einmal habe ich einen Typen geküsst, aber nur, um mir selbst zu beweisen, dass ich nicht immer vernünftig bin.“ Ist sie aber, wohl auch ein triftiger Grund, dass sie sich Couleurdame nennen darf. „Wäre ich ein Mann, würde man mich aufnehmen. So bin ich eben ein gern gesehener Gast zu jedem Anlass.“ Florentina hat ihren Platz gefunden. Als Hausmama und Everybody’s Darling – mal mit einer Schulter zum Anlehnen, mal auch mit der Hüfte zum Tanzen.

Auf der Party ist mittlerweile nur noch wenig Platz zum Tanzen. In knappen Cocktailkleidern, die kaum über die Hüfte reichen, wirbeln die Mädchen im Knotentanz, dem Discofox ähnlichen Verbindungstanz, mit den Männern ihrer Träume über die Tanzfläche. Das Longchamp-Täschchen sitzt wie angeschraubt am mitgelieferten angewinkelten Arm. Meist stehen die Prinzessinnen beisammen und halten ihre Sektgläser fest umklammert „Ist der Ruf erst ruiniert … “ – Lena lächelt matt, als ihr diese alte Phrase übe die Lippen kommt. So gern sie Teil diese Freiburger „Upper Class“ wäre, so sehr lehnt sie sie ab. Freundinnen hat sie hie bisher keine gefunden: „Die Mädels mustern dich von Kopf bis Fuß. Es kommt nur darauf an, welche Marken du trägst. Da ist nicht mein Ding – viel zu oberflächlich.“

Dennoch: Ob Studentenverbindung oder Burschenschaft, die Aufnahme in diese Kreise bedeutet für viele Mädchen Exklusivität. Ein Bursche als Freund könnte doch neue Türen öffnen, oder „Von der gezielt-programmatischen Förderung der Partnerin habe ich noch nicht gehört in diesem Zusammenhang“, räum Alexandra Kurth mit dem Traum vom beruflichen Aufstieg auf. „Der soziale Aufstieg hingegen ist für einige Frauen sicherlich ein Anreiz, denn nicht jede; Mädchen, das man dort antrifft, kommt ir den Genuss von Aufstiegsmöglichkeiter durch die eigene Familie.“

Die Stimmung der Party ist mittlerweile auf dem Höhepunkt, die ersten Paare beziehen lauschige Ecken. Ein Bursche küsst seine Eroberung unter einem lateinischen Emblem „Uns und denen, die für die Heimat gestorben sind“ – hier wird gebaggert für das Vaterland.

*Name von der Redaktion geändert
 
STUDENTENVERBINDUNGEN
Die offiziellen weiblichen Gäste von Studentenverbindungen werden als Couleurdamen bezeichnet. Verbindungen gibt es an vielen Universitäten. Die meisten sind reine Männerbünde, ihre Gründungen reichen bis ins späte 18. Jahrhundert. Einige fordern das Tragen von Verbindungsfarben, andere tragen Fechtturniere aus. Allen gemein ist, sowohl Zusammenschluss für Kommilitonen als auch Netzwerk für Ehemalige zu sein. Durch eine eigene Sprache (Fux, Kommers, Couleur) und Rituale wird diese Einheit gefestigt, jun
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Neue Stühle für die Kneipe

Hallo liebe Bundesbrüder,

wie schon beim Convent besprochen brauchen wir neue Stühle und Tische für unseren Kneipsaal, denn die alten sind der vielen Feste nun müde. Ich habe bei einer Brauerei 40 Stühle und 8 Tische aufgetrieben aus Renovierungen von Gastwirtschaften. Jetzt müssen sie nur noch abgeholt werden.

Die Aktiven haben sich dafür am kommenden Donnerstag Vormittag eingerichtet, Schübi sponsort einen Transporter. Kann sich von Euch noch jemand freimachen und ggfs. mit einem Fahrzeug mitmachen ?! Bitte mit X Leander abstimmen !

LG Henning

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Aktivenfahrt zu AH Neuscheler

Vom 28. bis zum 30. Oktober besuchten wir, mit der Aktivitas, unseren AH Neuscheler in Tübingen. Nach einer durchaus turbolenten, jedoch sehr spaßigen Zugfahrt nach Tübingen, empfing uns AH Neuscheler am Bahnhof. Nach dem Abendessen stand dann, wie es sich für Turner gehört, ein wenig Sport in Form von Kegeln auf dem Plan. Es war deutlich zu erkennen, dass nach jedem Weizen die Treffsicherheit aller Anwesenden stieg. Nachdem wir diverse Kegelspiele gespielt hatten, die vom sportlichen Ehrgeiz geprägt waren, ließen wir den Abend gemütlich im Keller des AH Neuscheler bei einem kühlen Fässchen Bier ausklingen. Am Tag darauf begaben wir uns nach einem stärkenden Frühstück ins Landratsamt in dem unser AH Neuscheler beschäftigt ist. Nach einer interessanten Führung durch das im Jahr 2006 fertiggestellte und somit relativ neue Gebäude, kamen wir unserer sportlichen Wanderlust nach und begaben uns zum Schloß von Tübingen. Am Nachmittag bestiegen wir dann die Burg von Hohenzollern, wobei der ein oder andere Schwierigkeiten hatte die Höhenmeter zu überwinden. An dieser Stelle möchte ich jedoch keine Namen nennen :-). Den Abend verbrachten wir erneut mit lustigen Würfelspielen im Keller und tranken gemütlich bis in die frühen Morgenstunden. Am Sonntag rundete ein gemeinsames Frühstück das Wochenende ab.

Ein besonderes Dankeschön wollen wir von der Aktivitas noch an Gabi, die Frau vom AH Neuscheler richten, die uns das ganze Wochenende mit Spezialitäten aus dem Schwabenland versorgt hat.

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AHC / Semesterkneipe

 

Auch in diesem Semester fand einmal wieder unser AHC auf unserem Hause in der Hauptstraße 127 in Feudenheim statt. Ganz besonders freute es die Aktivitas sehr viele AH begrüßen zu dürfen. Nach dem Altherrenconvent der um 15:00 Uhr begann, begaben wir uns geschlossen zum Abendessen beim Griechen. In geselliger Runde genossen wir das gute Essen. Nach dem wir gespeist hatten, stand die Semesterkneipe an, die unser X Leander Wägele gegen 20 Uhr eröffnete. Ganz besonders freuten wir uns, unsere Waffenbrüder des Corps Rheno-Nicaria und der Burschenschaft Hansea begrüßen zu dürfen. Es war alles in allem ein sehr geselliger, interessanter, aber auch informativer Tag, der seinen gemütlichen Abschluss in den frühen Morgenstunden fand.

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Breisach 2011

Nun ist es schon wieder vorüber, unser diesjähriges Breisach-Treffen ! Seit 35 Jahren nun schon, seit unser lieber Strubbi von der Alma Mater Mannheim zur weiteren Ausbildung und Berufsausübung zurück in die Heimat ziehen musste, läd er die Leibfamilie jedes Jahr zu sich ein, um im Kreis der Bundesbrüder Wiedersehen zu feiern. Nicht dass er es nicht auch zwischenzeitlich hin und wieder auf’s Haus nach Mannheim schaffen würde, aber das jährliche Breisach-Treffen war und ist doch immer wieder etwas ganz besonderes.

Als wir noch jünger waren, haben wir oft heftig „die Sau rausgelassen“, z.B. auf dem Breisacher Weinfest, im Matratzenlager bei Klaus im Keller oder auf der Möhlinhütte, beim Preiskegeln und Mäxchen-Würfeln, oder einfach bei den neuesten Schwänken aus dem vergangenen Jahr. Heute sind wir etwas ruhiger geworden, das Programm vielfältiger und anspruchsvoller: vom Besuch im Europapark Rust über Quad-Fahren im Elsass oder Floßtour auf dem Rhein bis zum heißen Rennen auf der GoKart-Bahn oder zur Wein-Wanderung im Kaiserstuhl. Und auch kulinarisch haben wir neben den vielen hervorragenden Weingütern und Genossenschaften im Kaiserstuhl auch manchen exquisiten Fresstempel besucht und es uns gut gehen lassen. Erstaunlich, dass Strubbi es nach all den Jahren immer wieder schafft, uns nochmal etwas Neues zu organisieren !

In diesem Jahr haben wir am Freitag Abend ein Lokal ausprobiert, was uns vom Preis-Leistuns-Verhältnis nicht ganz überzeugen konnte – das erste Mal in 35 Jahren. Wir haben’s mit einer lustigen Verkostung der üppig vorhandenen Obstbrände und einer gediegenen Weinauswahl dennoch lange ausgehalten, bevor wir zum Abschluss in Strubbis Stammkneipe noch mit einem Bier gegen den Durst ablöschten.

Der Samstag fand uns dann etwas übernächtigt beim Fritzen-Pokalkegeln im Keller des Münster-Hotels wieder, wo wir mit hohen und niederen Hausnummern, Schulmeister- und Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Spielen, Fuchsjagt und Abräumen unseren diesjährigen Meister Keinz ermittelt haben. Er durfte sich über eine Magnumflasche „Schloss Munzingen“ freuen, ebenso wie unser immer noch etwas angeschlagenes Schlusslicht Klaus über eine Flasche edlen Spätburgunder-Essig. Klaus hat somit unseren Bierdorf-Ältesten Rolf, der leider gesundheitsbedingt diesmal nicht mit dabei sein konnte, würdig vertreten 😉

Abends waren wir dann im wohl rennomiertesten Weingut der Gegend, bei Dr. Heger in Ihringen zur Weinprobe eingeladen. Begleitet von einem exquisiten „Winzerteller“ mit allerlei feinen Schweinereien und „etwas“ Foie Grasse hat uns Joachim Heger in seiner unnachahmlichen Art seine Keller-Philosophie und die Charaktere seiner Weine erklärt. Aus ursprünglich 8 feinen Tropfen auf der Probierliste wurden am Ende 14 oder 15, weil ihm immer noch etwas wichtiges einfiel, was unbedingt einen Vergleich mit dem Vorgängerwein erforderte… Eine der qualitativ und fachlich besten und zugleich anregendsten Degustationen, die ich bisher erleben durfte ! Ein toller Abend, der fast zwangsläufig wieder in Strubbis Stammkneipe zum Ablöschen und für die ganz Harten zum Abzappeln im „Flamingo“ endete.

Nach einem ausgiebigen gemeinsamen Frühstück haben wir uns dann am Sonntag bei strahlendem Wetter wieder auf den Heimweg gemacht. Danke Klaus für dieses wieder wunderschöne Wochenende, wir freuen uns schon auf das nächste Mal im nächsten Herbst !

 

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Fuxenkneipe

Am 08.10.11 war es soweit! Die seit längerem von uns und Henning im Rahmen einer Fuxenstunde zum Thema Biercomment geplante Fuxenkneipe stieg bei uns auf dem Haus. Eingeladen waren unsere VbrVbr von der Landsmannschaft Rhenania Karlsruhe, bei der auch der Sohn von Henning aktiv ist, sowie die VbrVbr der Alten Leipziger Landsmannschaft Afrania aus Heidelberg. Leider mussten Letztere uns kurzfristig absagen. Nichtsdestotrotz ließen wir uns davon nicht entmutigen und ließen die Kneipe um 17 Uhr mit einem Vortrag von Henning zum Thema Biercomment beginnen. Nach eineinhalb Stunden eines sehr interessanten und lehrreichen Vortrags ließen wir uns in der Küche zu einem Fresstempus nieder. Im Nachhinein stellte sich dann allerdings heraus, dass es doch besser für die anwesenden Burschen gewesen wäre, hätten die Füxe Fridericianae und Rhenaniae weniger über den Comment Bescheid gewusst! Nach einer kurzen Eröffnung durch mich erklärte ich die Kneipe nämlich zum umgekehrten Bierdorf (natürlich wurde dies vorher auf einem AoC bestimmt) und drei Füxe übernahmen das Präsidium. Marcel Gros unser neuer Fux durfte auf seiner zweiten Kneipe den Posten des Erstchargierten übernehmen! Weiterhin übernahmen unser Fux Severin sowie Fux Nox von Rhenania die anderen Chargen und mussten sich sofort einer Horde von undisziplinierten Kneipteilnehmern stellen! Man muss jedoch sagen, dass sie diese Feuerprobe mit Bravour bestanden. Den ganzen Abend übten wir dann noch die vorgetragenen Bierspiele des Biercomments praktisch ein und durften auch einige Strafganze auf das Wohl des Präsidiums melden. Auf jeden Fall haben wir eine schöne Kneipe auf unserem Haus geschlagen!
Mit grüßen vom Fritzenhaus
Leander

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