Internes Forum

Entschuldigung aber dies ist eine interne Seite nur für Mitglieder – bitte melde Dich an oder gehe zurück zur Homepage!

Bundesliga-Wettkampf der Frauen-Judo Mannschaft in Speyer

Von aB Erdi Saygin

Die Aktivenfahrt nach Speyer zum Wettkampf der Frauenmannschaft des JVS Speyer, dem Deutschen Judo-Mannschaftsmeister des vergangenen Jahres, war der Wahnsinn. Neben der Gastfreundlichkeit und dem leckeren Essen hatten wir spannende Kämpfe zu sehen. Unser lieber Alter Herr Rolf Güdemann hatte uns zum Bundesliga Kampftag der Frauen-Judomannschaften Speyer gegen Wiesbaden eingeladen. Als 2. Vorsitzender des Judo-Vereins-Speyer hat er zu diesem Verein naturgemäß eine besonders enge  Beziehung und verfolgte die Kämpfe seiner Mannschaft mit großer Leidenschaft, an der er uns gerne teilhaben lassen wollte.

Vor dem Start des Wettkampfes erklärte uns Rolf kurz die wichtigsten Regeln eines Judokampfes. Bevor die Kämpfe starteten, hielt Rolf vor dem Publikum in der vollbesetzten Halle eine Rede, in der er auch seine Bundesbrüder begrüßte und  über seine besondere Zeit in unserer Fridericana berichtete. In der späteren Halbzeitpause des Kampftages trat auch unser AHV-Vorsitzender Wilfried Schwannecke vor das Publikum, dankte für die herzliche Einladung und übergab dem JVS Speyer eine Spende in Namen der T! Fridericana.

Die Judokämpfe waren sehr spannend und hochklassig; die Kämpferinnen wurden vorher nach  Gewichtsklasse unterteilt. Beim ersten Kampf dachte ich mir nur „Junge… gegen so eine Frau willst du nicht kämpfen!“. Ich sag euch, sie hatten richtig Power. Einige Kämpfe dauerten länger, andere waren in kurzer Zeit vorbei. Ziel war es, mehr Punkte zu sammeln als  der Gegner oder ihn direkt mit den Rücken auf den Boden zu werfen, was direkt ein Sieg wäre. Zur Halbzeit führten die Frauen aus Speyer nur knapp; aber die Wiesbadener hatten noch power, so dass es spannend blieb. Zur Halbzeit wurde wieder ein Tanz vorgeführt, aber diesmal ein traditioneller osmanischer Tanz.

Dann folgte der Kampf im Schwergewicht. Zwei Starke Frauen standen sich gegenüber, nahmen alle Kraft zusammen und versuchten den anderen auf die Matte zu werfen. Am Ende konnte sich die Kämpferin aus Speyer behaupten und erzielte somit einen Punkt für ihre Mannschaft.

im_frauenjudo_1

Es zeichnete sich dann sehr früh ab, dass die Frauen aus Speyer die Sieger des Tages waren, sodass sie sogar eine Kämpferin aus der Jugend einsetzen konnten. Obwohl dieser Kampf ihr erster auf Bundesliga-Niveau war, konnte sie gewinnen. Die Frauenmannschaft aus Speyer war somit der verdiente Sieger des Abends. Nach den Wettkämpfen gingen wir in der Halle mit den Kämpferinnen aus Speyer essen. Es gab ein großes Büffet mit allerlei leckerem Essen.

Zusammengefasst gab es tolle Tänze, leckeres Essen und vor allem starke Frauen zu sehen.

Posted in Allgemein | Leave a comment

Turnerschaft Fridericiana – CC-Fußballmeister 2016

Was für eine Schlagzeile! Und was für ein „Kracher“!
Unsere Fridericianer-Mannschaft hat in diesem Jahr nach Jahrzehnten erstmals wieder am CC-Fußballturnier teilgenommen und auf Anhieb gewonnen – ein großartiger, ja sogar historischer Erfolg. Alle Bundesbrüder und Bundesschwestern, die mit ihren Kindern die spannenden Fußballmatches unserer Mannschaft miterlebt haben, waren begeistert! Entsprechend groß war die Freude und ausgelassen dann auch die anschließende Siegesfeier. Ende der 70iger Jahre hatte Fridericiana schon einmal das Endspiel erreicht, ging dann aber als zweiter Sieger vom Platz.
Wie kam es dazu?

Der erfreuliche Mitgliederzuwachs der vergangenen Semester in unserer Aktivitas hat uns in die Lage versetzt, 2016 wieder eine Mannschaft zum CC-Fußballturnier melden zu können. Unsere Mannschaft fuhr am Freitag, den 13.05.2016 bestens vorbereitet und mit großen Erwartungen nach Coburg. Die Vorfreunde und die Spannung auf das Fußballturnier erreichten ihren Höhepunkt während des Begrüßungsabends im Hotel Steiner, als unser Mannschaftskapitän aF Parfait Ripert die neuen Trikots in unseren Fridericianerfarben präsentierte: hellblaue Trikots mit einem silbernen Längsstreifen und Zirkel auf der Brustseite und T! Fridericiana auf der Rückseite, blaue Hose und blaue Stutzen. Herzlichen Dank an unserem AH Rolf Güdemann, der den Dress kreiert, bestellt und gesponsert hat.

Aber was nützt das schönste Outfit, wenn Einstellung, spielerische Qualität und Teamgeist nicht stimmen. Alles hat gestimmt; das zeigte sich schon am Vorabend. Die für die Mannschaft ausgewählten Spieler wurden vom Teamchef Wilfried Schwannecke und Mannschaftsbetreuer Rolf Güdemann gebeten, sich nach dem Begrüßungsabend beim spätabendlichen Biergenuss in Coburg zu mäßigen, um am nächsten Vormittag ihre volle Leistungsfähigkeit abrufen zu können. (Fast) Alle hielten sich daran, was nicht selbstverständlich ist, angesichts der einzigartigen Stimmung und korporationsstudentischen Atmosphäre im „Bermuda Dreieck“.

So waren unsere Spieler in guter körperlicher Verfassung, als sie Samstagfrüh, nach einem kurzen Aufwärmtraining, um 9.20 Uhr zu ihrem ersten Gruppenspiel der Vorrunde antraten. Insgesamt hatten sich 42 Mannschaften angemeldet, die vor Turnierbeginn in 6 Gruppen zu je 7 Mannschaften eingeteilt wurden. Was folgte war nicht zu erwarten: Alle sechs Gruppenspiele wurden ohne Gegentore gewonnen und so qualifizierte sich Fridericiana als Gruppenerster für die KO-Spiele der Zwischenrunde am Nachmittag. Und der Erfolg ging weiter: unsere Mannschaft gewann auch ihre Achtel- und Viertelfinalspiele und dann auch das Halbfinale ohne Gegentor (!!!) und zog somit verdient in das Endspiel ein.

im_ccsportbericht_1Alle anderweitig beschäftigten Bundesbrüder wurden per Handy über die Erfolgsserie unserer Fußballmannschaft benachrichtigt. Zum Halbfinale (15.30 Uhr) und zum Endspiel (17.00 Uhr) standen dann weit mehr als 50 Fridericianerfans am Spielfeldrand und trieben unsere Mannschaft zum 2:1 Sieg in einem spannenden Finale gegen die Turnerschaft Merovingia-Zittavia Köln. Sie konnten den frenetischen Jubel miterleben, als der CC-Sportamtsleiter unsere Turnerschaft Fridericiana als verdienten CC-Meister 2016 würdigte und den Siegerpokal überreichte.

im_ccsportbericht_2

Unsere siegreiche Mannschaft überzeugte durch spielerische Qualität und guter taktischer Einstellung. Herausragend war unser Mannschaftsführer aF Parfait Ripert; er schoss die meisten Tore und wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt. Auch aF Simon Kabs sah man an, dass er aktiv in einem Verein spielt. Weitere wichtige Stützen waren aF Erdi Saygin, aB Charvan Chaikhmous und aB Andrej Tschalzev sowie die jung gebliebenen AH Markus Fieseler in der Abwehr und AH Norman Rönz im Tor. Bei den vielen kräftezehrenden Spielen war es wichtig, dass wir mit Daniel Walther noch einen jungen, talentierten Auswechselspieler einsetzen konnten. Das Gruppenfoto zeigt unsere erfolgreiche Fußballmannschaft inmitten der großen Fridericianerfamilie.

im_ccsportbericht_3

 

Posted in Allgemein | Leave a comment

Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin!

Von Thibaut McNeill

Am Wochenende vom 22. bis 24. April 2016 fuhren wir mit sechs Bundesbrüdern auf Einladung unseres lb. AH Rödger nach Berlin, um dort am 143. Stiftungsfest seines Zweitbunds, e.v. Turnerschaft Berlin, teilzunehmen. Das war für uns eine ausgezeichnete Gelegenheit, den Besuch des Stiftungsfestes mit einer Besichtigung unserer Bundeshauptstadt Berlin zu verbinden.
Für diese Fahrt hatten wir uns in Mannheim einen Kleinbus gemietet, den unser junger Bundesbruder Simon Kabs mit sicherer Hand und großer Routine nach Berlin steuerte. Die rund 7stündige Fahrt verlief problemlos und wir kamen am Freitagabend zwei Stunden vor Beginn des Festkommerses an. Unser Gastgeber zeigte uns zunächst das beeindruckende Verbindungshaus seines Berliner Bundes und führte uns dann in das Hotel, in dem wir die folgenden beiden Nächte (was davon übrig blieb) schlafen konnten.
Rechtzeitig vor Kommersbeginn waren wir wieder auf dem Verbindungshaus. Zu unserer großen Freude trafen wir dort weitere sechs Bundesbrüder, die gesondert angereist oder in Berlin beheimatet sind. So waren wir am Kommers mit 12 Fridericianern vertreten – eine wahrhaft stattliche Abordnung, über die sich der Vorsitzender des Altherrenverbandes e.v. T! Berlin, unser lb. AH Rödger, sehr gefreut hat. Seine Berliner Bundesbrüder und die gesamte Festcourona waren beeindruckt, als sich unsere starke Fridericianergruppe von ihren Plätzen erhob, um die vom Präsidium vorgeschlagene ersten Strophe unseres Bundesliedes „Dort Saaleck hier die Rudelsburg“ anzustimmen und kräftig mitzusingen. Und später dann noch einmal, als wir nach der Vertreterrede unseres AHV-Vorsitzenden Schwannecke erneut aufstanden, um auf das Wohl e.v. T! Berlin zu trinken. Das war ein schöner Moment. Der Kommers war gelungen, die Stimmung heiter. Nach Mitternacht begaben sich die Aktiven wieder zurück ins Hotel, wo einige von uns den Abend an der Hotelbar ausklingen ließen.
Am nächsten Tag übernahm AH Kroll die Führung und zeigte uns unsere Bundeshauptstadt. Startpunkt war das Berliner Rathaus in Schönenberg, danach gingen wir in eine Ausstellung „Grenzerfahrung-Alltag der deutschen Teilung“, machten anschließend einen Spaziergang zum Reichstag und dem Brandenburger Tor und danach eine Fahrt zu Resten der alten Berliner Mauer. Als krönenden Abschluss und nicht zuletzt, weil Berlin die Hochburg des sog. „Hipstertums“ geworden ist, besuchten wir eine Craft Beer Bar, wo man uns Rauchbier und Gurkenbier servierte. Es hat genauso geschmeckt, wie es klingt…

im_berlin_2

Nach einer wilden Nacht im Berliner Nightlife trafen wir uns am Sonntagmorgen zum Frühschoppen und Abschiedsgrillen sowie Kaffee und Kuchen mit AH Rödger auf dem Haus der T! Berlin.
im_berlin_1

Unser Besuch in Berlin endete mit einem großen Dankeschön an AH Rödger für die Gastfreundschaft und die schönen Tage. Dann fuhren wir, etwas übernächtigt aber guter Dinge – dank unseres zuverlässigen Chauffeurs Simon Kabs – wieder sicher zurück nach Feudenheim.

Posted in Allgemein | Leave a comment

Fritzengolf – die Zweite

Zuerst war es nur ein mehr oder minder sporadisches Treffen zu einer Privatrunde zwischen Björn Dettmar und mir. Dann kamen wir in Schloss Tambach bei Coburg beim CC Pfingstturnier zusammen mit Bbr Surbier auf die Idee, doch mal im Mannheimer Raum miteinander Golf zu spielen und dabei auch andere Fridericianer in der Nähe zu einem gemeinsamen Flight zu animieren.

Insgeheim steckte natürlich auch ein wenig die Hoffnung dahinter, dadurch auch und vor allem die seit einigen Jahren sehr zurückgezogen lebenden, aber Golf spielenden BbrBbr in und um Neustadt/Weinstraße etwas zu „reaktivieren“ und vielleicht auch mal wieder zu unseren Aktiven auf’s Haus zu locken.

Der erste Anlauf am 1. Juli ließ sich schon vielversprechend an, denn neben den drei Ideenspendern hatte sich auch AH Opossum angemeldet. Leider mussten er und ich dann aber aus beruflichen Gründen doch noch absagen. Zeitzeugen berichten aber von einem sehr relaxten Spiel über 18 Löcher bei Traumwetter im GC Mannheim-Viernheim im Zweier-Flight.

Grund genug für ein Da Capo.

Per Doodle einigten wir uns auf einen neuen Termin am 23. September, wieder beim GC Mannheim-Viernheim. Dank Surbiers Mitgliedschaft war uns auch ein ermäßigtes Greenfee sicher. Wieder meldeten sich auf meine Einladung hin wir drei und Opossum an. Immerhin sagten aber auch vier BbrBbr formell ab – Aufmerksamkeit und Attraktion erreicht! In der Woche vorher kamen dann erfreulicherweise doch noch Ulli Burkhardt und Rudolf Kurz hinzu, Opossum musste wegen einer Zahn-OP wieder streichen.

Um 14 Uhr war der Abschlag angesetzt, aber es brauchte doch bis 15 Uhr, bis die beiden aus dem fernen Schwabenland zu uns stießen. Das Wetter war traumhaft, der Platz auch, die Sonne lachte. Mit Recht, sah sie doch zwei sehr motivierte Flights (merke: Zuwachs 100%, nach Teilnehmern sogar 150%), bei denen keiner für das schlechteste Ergebnis am Loch 19 die Runde zahlen wollte.

Wir haben einen entspannten Tag voller Dramatik und allen Höhen und Tiefen des Golferdaseins erlebt. Es wurde großes Golf gespielt, Helden geweiht und Verzweiflung erlitten. Am Ende hatte Björn knapp die Nase vor Ulli, RuKu einen erhöhten Kassenbon, und über die Nettoergebnisse hüllen wir ein Mäntelchen des Schweigens.
img_20160923_200839
Erst am Loch 19 fiel uns auf, dass wir entgegen besserer Vorsätze noch keine Bilddokumentation des Tages angelegt hatten, was wir hiermit nachreichen. Zum Abstecher auf’s Haus hat es dann in der Dunkelheit doch nicht mehr gereicht, aber der nächste gemeinsame Flight – 9 oder 18 Loch – ist schon ausgemacht: Am 3. Dezember spielen wir bei gutem Wetter wieder und gehen abends dann zur Weihnachtsfeier zu den Aktiven. Mehr BbrBbr mit sportlichen oder geselligen Ambitionen am Schläger, Ball und Glas sind herzlich eingeladen, die Runde weiter zu vergrößern !

Posted in Allgemein | Leave a comment

Weihnachtsfeier des HWS 15/16

Filmreife Weihnachtsfeier
von Thibaut McNeill

Der 5. Dezember 2015 war ein Tag, den ich niemals vergessen werde. Lange im Voraus plante die Aktivitas die Weihnachtsfeier zusammen mit AH Schübeler und AH Dettmar, denn Letzterer hatte versprochen, dieses Mal zu kochen. Auf zahlreichen Conventen wurde lange darüber gesprochen, „mal wieder eine richtig tolle Bundesveranstaltung zu erleben: “mal so richtig etwas zu reißen“.

Niemals konnten wir erahnen, dass die Veranstaltung so erfolgreich werden würde, niemals dachten wir, dass so viele Alte Herren, Damen, Verwandte, Freunde und Verbandsbrüder kommen würden. Niemals hätte ich gedacht, dass wir nach harter Planung und Arbeit so etwas Großartiges auf die Beine stellen würden. Nach den spärlich besuchten Veranstaltungen der vorherigen Jahre mit gerade einmal ca.12 Teilnehmern sind wir in unseren Planungen zunächst von einer ähnlichen Zahl ausgegangen. Die Aktivitas konnte kaum ihren Augen trauen. Bei unerwarteten 50 Anmeldungen wären wir überfordert gewesen, wenn nicht die neuen Füxe sowie AH Schübeler und AH Dettmar tatkräftig geholfen hätten und AH Güdemann nicht ausreichendes Essgeschirr, Kaffeegeschirr und Bestecke besorgt hätte. Diese erfreulich große Zahl von 50 Teilnehmern war für alle Organisatoren und insbesondere für unseren Spitzenkoch AH Dettmar eine große Herausforderung, die aber meisterlich bewältigt wurden.

Der Tag des 05.12. fing schon einmal gut an: Chabo und ich bestanden unsere Partien erfolgreich, unter den vielen Augen von fast 20 Bundesbrüdern und einem vollen Pauklokal der HIG auf dem Haus des Corps Rheno-Nicaria. Danach ging es auf unser Fridericianerhaus, wo bald einige Gäste eintrafen u.a. meine liebste Frau Mutter und Frau Riese mit den kleinen Riesen (Hallo Maxi, Anna und Paula!). Die Alten Herren, die es zur Partie nicht geschafft hatten, beglückwünschten uns zu unseren Erfolgen recht herzlich. Schon früh am Nachmittag kam AH Dettmar auf das Haus; er schaffte es, selbst mit seinem vollbeladenen Auto das Essen von seinem Haus aus heil in die Küche unseres Fridericianerhauses zu transportieren.

Als Entree servierte AH Dettmar winterliche Salate, die den Appetit anregten. Danach kam eine Blumenkohl Crème Suppe mit Speckstücken garniert und letztendlich der Star des Abends: Geschmorte Rinderschulter mit Risotto und Bohnen. Das Fleisch konnte man wortwörtlich mit dem Löffel zerteilen! Als Nachspeise gab es selbstgemachten, warmen Apfelkuchen mit Vanilleeis. Dazu gab es feinen Rot- und Weißwein und für die jüngeren Gäste, bzw. die mit einer gewissen Weinintoleranz, gab es diesmal natürlich kein Oettinger „Rouge“, sondern köstliches, bayrisches Hacker-Pschorr vom Fass.

Nach dem Essen als auch noch viele junggebliebenen Alten Herren da waren, verwandelte sich der so ruhige und festliche Adventsabend in eine lebhafte Party, die für einen tollen Ausklang sorgte.

Insgesamt war es eine ausgezeichnete Veranstaltung, die nicht hätte besser verlaufen können; und speziell für mich war der Tag wie aus einem Film! Ich bekam viele Gesichter von Alten Herren zu sehen und konnte mich mit vielen von ihnen endlich wieder austauschen, sei es übers Leben oder die Verbindung. So hatten wir uns schon immer eine Feier gewünscht! Ich wünschte nur, dass jede Veranstaltung so erfolgreich werden würde.

Meine Hoffnung für dieses Semester war, dass die Füxe ein gutes Bild von unserem Bund bekommen und sehen können, wie stark und zahlreich wir doch eigentlich sind. Dass sie sehen, dass es über die Aktivitas hinaus noch viele Bundesbrüder gibt, die interessiert sind, die Füxe kennenzulernen, ihnen, falls erforderlich, zu helfen und ihnen zuzuhören.

Wir Aktiven haben diese Veranstaltung nicht alleine organisiert. AH Dettmars Kochkünste, AH Schübi (Wo hat er nicht geholfen!) und AHV Schwanneckes persönlicher „Touch“ bei der Kontaktaufnahme zu anderen Alten Herren und seine Sportlerehrung unserer CC-Meister AH Neuscheler beim Schießen und AH Dettmar beim Golftunier trugen dazu bei, dass diese Veranstaltung die beste des Semesters und wohl eine der besten meiner Aktivenzeit wurde. Falls die Bilder, dieser Bericht und weitere Erlebnisberichte der Anwesenden zu dieser einzigartigen Bundesveranstaltung nicht genug sind, mal wieder aufs Haus zu kommen und die Aktiven kennenzulernen, kann ich Euch auch nicht helfen.

Ich verbleibe wie immer mit treuen Fridericianergrüßen,

Euer Thibaut Z! xx

Posted in Allgemein | Leave a comment

Greifenstein-Tagung 2015 in Bad Blankenburg

2015 Greifensteintagung Fridericiana

Fahrt zur Greifenstein-Tagung 2015 nach Bad Blankenburg
Von Andrej Tschalzev

Vom 13.11. bis zum 15.11. 2015 fuhr die Aktivitas, vertreten durch die Chargen Tschalzev, McNeill und Chaikhmous sowie die aFaF Kruckenfeller, Saygin und Quiram, zur 15. Greifensteintagung nach Bad Blankenburg. So eine Fahrt kann ganz schön lang werden. Daher hatte jeder von uns nur das Nötigste an Gepäck dabei, damit auch genug „Gerstensaft“ mit an Bord geholt werden konnte.
Nach einer feuchtfröhlichen Anreise, bezogen wir erst einmal unsere Zimmer. Hier hielten wir uns allerdings nicht allzu lange auf, denn wir wollten sofort mit dem interkorporativen Austausch beginnen.
Am ersten Abend erkundeten wir das Gelände rund um unsere Unterkunft. Weiter als bis zum Parkplatz zu kommen, fiel an diesem Abend allerdings schwer. Überall traf man Vertreter von CC-Bünden. So kamen wir an keinem Auto vorbei, ohne eine Stafette mit den freundlichen Herren Verbandsbrüdern zu trinken. Glücklicherweise glänzt unsere Aktivitas durch eine besondere Trinkfestigkeit. „An der Tasse“ zu bestehen, lernt man bereits als junger Fux, direkt nach der Terz.
Am nächsten Tag begannen dann die Seminare. Unser werter Zweitchargierter Thibaut McNeill besuchte selbstverständlich den Fechtlehrgang. aF Lucas Kruckenfeller nahm in weiser Voraussicht auf die nächste Keilsaison am Seminar „Kontakte knüpfen“ teil. Die übrigen Bundesbrüder Chabo Chaikmous, Tobi Quiram, Erdi Saygin und ich besuchten das Seminar „Effektives Lernen – Persönliche Leistungssteigerung“, mit dem Ziel, unsere akademische Laufbahn angenehmer gestalten zu wollen. Die Seminare waren sehr erkenntnisreich und wir alle konnten uns zusätzliches Handwerkszeug aneignen, um in Zukunft an uns und unseren Fähigkeiten zu arbeiten.
Nach den Seminaren war das nächste Ziel die Burg Greifenstein. Um dorthin zu kommen, mussten wir zunächst einen Berg besteigen, der beinahe so steil zu sein schien, wie unsere Aktivitas. Dabei haben sich AH Rönz sowie unser lieber Freundschaftsbrüder Daniel Kölzer e.v. L! Frankonia Frankfurt, mit welchem wir bereits in Coburg Freundschaft geschlossen hatten, zu uns gesellt. Am Ziel angekommen, durften wir eine bewegende Rede von Pfarrer i.R. Martin Siebert (L! Rhenania Münster) hören. Die gesamte Veranstaltung stand im Schatten der tragischen Ereignisse in Paris, welche auch den Anlass für eine zusätzliche Schweigeminute gaben.
An dieser Stelle ein Zitat aus der Rede:
„Rauft Euch zusammen, führt den Dialog auf solider Wissensbasis, schafft Raum der Mitmenschlichkeit, werdet selbst Mensch nach dem Willen des Schöpfers, denn nur dann kann Frieden werden, nur dann kann aus der Vision des Propheten Jesaja von vor fast 2700 Jahren endlich Wirklichkeit werden: Zur letzten Zeit werden die Völker ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen, denn es wird kein Volk mehr wider das andere ein Schwert aufheben, und sie werden hinfort nicht mehr kriegen lernen (Jesaja 2,4).“
Gegen Abend wurde es dann Zeit, die bierehrlichen Handlungen fortzuführen. Unsere durch Freundschaftsbruder Daniel und Bundesbruder AH Rönz bereicherte Gruppe nahm mit Freude am Kommers teil, es wurde viel gesungen, getrunken und vor allem viel gelacht. Alle hatten ihren Spaß und konnten den feuchtfröhlichen Rahmen genießen. Auch wenn die eine oder andere Rede etwas trocken war, so war die gesellige Runde stets gut gelaunt. Nach dieser Veranstaltung haben nicht nur die Füxe, sondern besonders unser Zweitchargierter gelernt, wie die Mütze auf den Tisch zu legen ist, wenn sie denn abgelegt wird.
Nach dem Kommers war der offizielle Teil vorbei, doch der Abend war damit noch lange nicht beendet. Die ersten Bundesbrüder mussten sich ins Bett verabschieden, doch der harte Kern, allen voran AH Rönz blieben, um den Abend niveauvoll ausklingen zu lassen.
Im Laufe des Aufenthalts wurden neue Freundschaften geschlossen, neues Wissen durch die Seminare gewonnen und die Freundschaft der Aktivitas gestärkt. Die Greifensteintagung hat schon mal Vorfreude auf Coburg 2016 gemacht und war im Allgemeinen so etwas wie „Coburg Light“. Ein großes Dankeschön an AH Rönz, mit dem man viel Spaß haben kann.
In diesem Sinne: Bis zum nächsten Jahr!
Andrej Tschalzev Z! x

Posted in Allgemein | Leave a comment

Semesterparty HWS 15/16 – „Feudenheim on Fire!“

Semesterparty – „Feudenheim on Fire!“

Wie jedes Semester gab es auch dieses Mal wieder eine große Semesterparty auf dem Haus. Unter dem Motto „Feudenheim on Fire!“ haben wir unter anderem mit 100L Vodka und einigen Attraktionen, wie z.B. Beerpong, Flunky Ball und einem live DJ, geworben. Diesem Aufruf sind dann auch fast 100 Leute gefolgt.
Bevor die Party starten konnte, mussten wir allerhand an Vorbereitungen treffen. Gut organisiert, kauften wir rechtzeitig vor der Party ein, um all die wichtigen Getränke und Snacks zu besorgen, damit keiner unserer Gäste unter Durst leiden sollte. Zusätzlich putzten wir noch das ganze Haus und besprachen, wie die Party ablaufen sollte.Darüber hinaus verteilten wir Briefe an die Nachbarn, um sie auf unsere Party aufmerksam zu machen und uns vorab für möglichen Lärm zu entschuldigen.
Einen Tag vor der Party begann das Mixen einiger Getränke. Der „Mexicaner“ sollte unser Empfangs-Schnaps sein, so waren mindestens 100 Shots vorzubereiten. Des Weiteren wurde im Keller einiges aufgebaut, damit wir am Samstag, dem Tag der Party, nicht mehr ganz so viel erledigen mussten. Samstag früh wurde noch ein Pult für den DJ gebaut und zusammen mit ihm die Lichter angebracht. Schließlich wurde noch die Vodkamelone vorbereitet, die einige Zeit in Anspruch nahm.
Abends ab 19 Uhr trafen die ersten Gäste ein. Stunde für Stunde füllte sich das Haus immer mehr; alles lief nach Plan. Die Gäste bestaunten das Haus und unsere Vorbereitungen – dann konnte die Party steigen!
Jede/r Teilnehmer/in war am Ende des Abends befriedigt und versicherte den Weg nach Feudenheim erneut auf sich zu nehmen. Alles in allem eine gelungene, ausgelassene Feier.
Um 5 Uhr waren dann die Gäste weg und wir ließen in gemütlicher Runde mit unseren Freunden die Party ausklingen lassen. Einige Stunden später haben wir uns dann wieder getroffen um mit dem Aufräumen zu beginnen, wobei noch ein paar Reste „vernichtet“ wurden.

Posted in Allgemein | Leave a comment

Junger Fux – was nun?

Als wunderbaren Ausdruck von Engagement und Begeisterung über Vorbilder und aufregende Zeiten möchte ich hier die Rede von Vbr. D. Schneider, Landsmannschaft Preussen Berlin und Pommerania Aachen, Sprecher des CC 2013/14, auf dem Festkommers der Greifenstein-Tagung 2013 präsentieren:

Es gab genau zwei Dinge die es während meiner Fuxenzeit immer schafften, mich bis zum Punkt der Bewusstlosigkeit zu langweilen.

1)      Schwere Augen und schlaffe Glieder setzten bei mir stets während kontrovers geführter Diskussionen auf Aktiven-Conventen ein, die sich mit der Sauberkeit in der Küche und den Aufräum- und Abspülgewohnheiten der Aktiven befassten.

2)      Der zweite Garantiefall für Aufmerksamkeitsverlust waren Festreden auf Kommersen oder kommersähnlichen Veranstaltungen.

Es schien mir als Junger Fux, dass Festredner intern eine geheime Resolution verabschiedet hätten. Eine Absprache, die sie dazu zwingt, den Inhalt ihrer Reden entweder mit einer Diskussion zur andauernden Misere unserer Hochschullandschaft zu füllen, die Bologna Reform verbal zu zerreißen, die Globalisierung zu beschimpfen oder der schönen Zeit vor der Wiedervereinigung zu huldigen.

Ich war zu jung für diese Themen oder hatte keinen Bezug zu ihnen. Bitter ernste Themen, von viel zu ernsten Menschen, die viel zu grimmig schauten und eigentlich viel zu selten tranken. [Prost Corona].

Dieses Wochenende gehört den Aktiven. Dieser Abend ist in Aktivenhand. Dieser Kommers ist ein Aktivenkommers. Und Herr Verbandsbruder Schneider steht aus diesem Grund heute nicht am Mikrofon, um sich über die Bologna-Reform zu empören, das Vaterland zu loben, die Weltgeschichte mit Couleur zu verschönern oder ein langweiliges Präsidialjahresthema zu beschreiben. Als Schüler war ich immer fest davon überzeugt, dass es gute Lehrer gibt, und solche, die Unterricht machen. Ich möchte heute ein guter Lehrer sein und keine Moralpredigt über Werte und Anstand halten. Ich möchte eine Geschichte erzählen. Eine wahre Geschichte. Eine Geschichte wie du, junger Fux, sie auch erleben kannst.

Wahrscheinlich ist, dass du heute das erste Mal in Bad Blankenburg bist. Eventuell ist es auch das erste Semester für dich an einer Hochschule. Von schlagenden Studentenverbindungen hast du bis vor vier Monaten noch nie gehört und wenn, dann nur Gerüchte. Schauergeschichten, grausige Geschichten. Eventuell auch verrückte und lustige Geschichten, aber immer in Zusammenhang mit viel Bierkonsum, Leuten die sich daneben benahmen und möglicherweise auch Pferdehaaren, die in fleischige Wunden gelegt werden damit eine wunderschöne, männliche Narbe im Gesicht entsteht.

Einen „Burschi“ hattest du vorher noch nie in Echt gesehen. Bis vor wenigen Wochen, als einer dir die Tür aufgemacht hat, zu dem Haus, in dem auf WG-Gesucht.de ein günstiges Zimmer angeboten wurde. Deutlich günstiger und besser gelegen als der Rest der völlig überteurten Absteigen und Alternativ-Wohngemeinschaften in deinem Hochschulort, die du gesehen hast. Den Garten um das Haus fandest du ziemlich krass. Die Terrasse konnte auch einiges. Drinnen sah es ein wenig altbacken aus.„Ein Schlossgespenst würde sich sicher auch wohl fühlen“, hast du dir gedacht. Du dachtest „Es ist echt günstig und die Jungs scheinen auch keine Scientologen oder Zeugen Jehovas oder so was zu sein. Wenn ich keinen Bock mehr drauf habe oder die Sache zu schräg ist, ziehe ich halt in eine andere WG. Ich schaue es mir für ein Semester an.“.

Deine erste Kneipe hast du erlebt – skurril war es schon ein wenig, aber lustig. Mit der Plempe hast du auch schon ein wenig auf den Helm gedroschen – hat Spaß gemacht. Und damit die Kerle endlich Ruhe geben, hast du dir die Strippe mit den zwei Farben auch umhängen lassen.

Und heute Abend bist du hier. Gemeinsam mit vielen anderen, die es dir gleich getan haben. Und mit ein wenig Glück und ein bisschen Mut, junger Fux, könnte dies der Beginn einer langen Geschichte, einer lebenslangen Geschichte sein; eine Geschichte über die besten Jahre eines jungen Menschen. Eine moderne Geschichte über Freundschaft, Leidenschaft und Lebensfreude.

Aber warum? Warum wird man im Jahr 2013 in einer schlagenden Studentenverbindung aktiv? Was bewegt einen jungen Mann, uralte Lieder von 1820 anzustimmen, einen Schläger zu schwingen wie zu Kaiserzeiten, oder gar eine Mensur zu fechten? Ist das nicht völlig überholt? Der Kaiser ist tot! Was tun wir hier eigentlich? Wieso hängen wir uns bunte Strippen über und tragen abgefahrene Mützen? Warum nutzen wir Worte wie „Convent“, „Silentium“ oder „Couleur“? Warum engagieren und begeistern sich Menschen für ein Ideal, für das man von der Gesellschaft, den meisten Bekannten, Kommilitonen und Freunden ständig kritisiert und argwöhnisch hinterfragt wird?

Ich bin sehr stolz, Korporierter zu sein. Meine Mützen und Bänder hängen direkt an meiner Zimmerwand, gut sichtbar für alle, die den Raum betreten. Als Laura im letzten Monat das erste Mal in mein Zimmer kam, raunte es beim Erblicken meiner Farben voller Entsetzen und aus ihrem Mund:

Was!? Bist du etwa in einer Studentenverbindung? Das passt ja gar nicht zu dir! Hätte ich nie gedacht! Das sind doch alles so Sozialversager die ständig saufen, sich Brotkrumen in die Nase stecken und dabei um die Wette kotzen! Was machst du denn bei so was?“.

Schnitt.

5 Jahre zuvor. Ich saß auf meinem ersten Convent. Ein Semesterantritts-Convent. Mein Fuxenband strahlte fabrikneu, der Anzug kniff ein wenig am Hintern – ich kam bisher selten dazu ihn zu tragen. Eine Debatte zu einem belanglosen Thema wurde voller Inbrunst von den Aktiven geführt und verlief bereits über eine Zeitspanne von gefühlten Stunden. Kein Ziel und Ende in Sicht. Ich hatte keine Ahnung von Nichts und war eigentlich nur Raumdekoration. Ein alter Herr saß mit am Tisch und lauschte dem Verlauf die ganze Zeit über verträumt. Unerwartet hob er den Finger als Wortmeldung. Als der Conventsleiter ihm nach einigen Minuten das Wort zusprach, verschwand der etwas verplante Ausdruck in seinem Gesicht.

Ich bin mir auch heute noch sicher, dass er in dem Moment, in dem er den Stuhl nach hinten schob, keine Agenda noch eine genaue Vorstellung davon hatte, was er genau sagen wollte. Aber die Zeit sich zu erheben, sich hinter den Stuhl zu stellen, sich aufzurichten und den obersten Knopf seines Jacketts zu schließen, reichte ihm, um eine Argumentationskette zu erdenken die so messerscharf, so perfide, so überzeugend war, dass kein Aktiver ihr Stand halten konnte. Ich riss die Augen und Ohren auf als ich sah, wie der Alte jeden Aktiven im Raum rhetorisch komplett vernaschte, alle Parteien auf seine Seite zog und ein Trümmerfeld von hoffnungslosen, verkümmert wirkenden Argumenten zurück lies, als er sich wieder setzte. Die Diskussion war beendet, er kam, sah, und… träumte wieder vor sich hin, nachdem er Platz genommen hatte.

Ich war begeistert! Ich hatte so etwas noch nie gesehen! Das war geschmeidiger als James Bond. Halt ein wenig älter und faltiger und mit alkoholfreien Becks anstatt Martini, aber weitaus eloquenter als das Original! Ich kannte mich gut aus mit Zahlen und Logik, aber eine derartige Perfektion zu argumentieren und vorzutragen war mir völlig neu.

Stillschweigend beschloss ich, mir so viel ich konnte davon abzuschauen.

Am gleichen Abend noch saß ich zusammen mit Ärzten, Juristen, Unternehmern, Firmenchefs, richtig hohen Tieren. Die Kerle präsentierten unglaublich starke Charakterzüge und erzählten reiche Lebensgeschichten, strahlten Selbstbewusstsein aus und waren richtig interessant. Mir war klar, dass ich Vorbilder vor mir hatte. Menschen an denen ich hoch schauen und mich orientieren konnte. Menschen von denen ich lernen konnte. Nicht unbedingt lernen über Normalverteilungen oder Vektoren und Matrizen. Aber lernen über den Umgang mit Menschen, lernen über die Kunst des gesprochenen Wortes, der innerlichen Größe und der Fähigkeit zu führen. Echte Charaktere. Einen Schlag Mensch, den mir die Uni und mein Umfeld nicht präsentieren konnten.

Drei Monate später. Seit seinem 20. Lebensjahr trug Baltasar K. das Band seiner geliebten Landsmannschaft. Er starb mit 85 Jahren. Die Aktivitas war dünn besetzt in diesem Jahr. Man bat mich als Fux auf der Beerdigung zu chargieren. Ich kannte Baltasar nicht, hatte nie mit ihm gesprochen. Ich wusste nicht wer er war oder wie er war. Aber er musste ein toller Mensch gewesen sein! Anders konnte ich mir nicht erklären, dass so viele seiner Bundesbrüder teils aus dem Ausland anreisten, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Viele von ihnen kannten ihren Freund seit mehr als 60 Jahren. Haben die besten Jahre ihres Lebens mit ihm verbracht. Haben gemeinsam Fahnen geklaut, sich mit der Plempe auf den Helm gedroschen, Gaslaternen ausgetreten, sich auf dem Convent beschimpft, den Mädchen den Hof gemacht, die Jugend gelebt. Jetzt waren sie alte Männer, die Haare grau und Tränen in den Augen. Ein Teil ihrer eigenen Geschichte war gestorben. 60 Jahre Freundschaft.

Ich als Fux stand am Rande in meiner Uniform. Ein wenig verloren und überfordert. Ich war tief gerührt. Ich trug das Fuxenband. Ein Band wie Baltasar es trug vor 60 Jahren. Und ich wünschte mir, dass wenn ich irgendeinmal gehe, dann wie er, umgeben von Freunden. Heute denke ich, dass ich möglicherweise auch da stand, als erneuter Beginn. Als ein neuer Zyklus von 60 Jahren Freundschaft.

Vier Monate später. Der Brillenriemen schnitt stechend in mein Ohr. Der anhaftende Schweißgeruch meiner Vorgänger kroch mir in die Nase, ich konnte nichts sehen – oder zumindest nur punktweise. „Wenn’s weh tut isses jut – dann sitzt sie“, drosch ein dicker Alter Herr hinter mir raus. „Herzlichen Glückwunsch“ dachte ich mir – es tat ordentlich weh. Aber das war nur Nebensache. Mein Hauptgedanke war, dass ich Angst hatte. Ich hatte richtig Angst! Meine Fuxenpartie stand bevor. Ich hatte vorher noch nie eine Mensur gesehen. Nur probeweise auf dem Paukboden – da gab es aber Helme und die Klingen waren stumpf. Und da schauten nur vier Leute zu, jetzt waren es 80, 90 vielleicht 100! „Hoch bitte, auf Mensur, fertig, los!“ schallte es laut durch den Raum. Ich war im Autobetrieb, arbeitete meine einstudierten Bewegungen ab, wie ich es auf dem Paukboden gelernt habe. Die Klingen schmetterten einmal kräftig aufeinander, „Dong“, schnell wieder zurück in die Ausgangslage, der erste Gang war aus. Und die Angst? Die Angst war so gut weg.

Aber das magische an dem Moment war, dass als meine Angst verflog, ich bemerkte, dass die Angst meiner Bundesbrüder erst richtig zur Entfaltung kam. Der Schleppfux zitterte, und drehte meinen Arm völlig übereifrig im Kreis, in der Hoffnung mir etwas Gutes zu tun. Der Sekundant flüsterte mit ganz nervöser Stimme in mein Ohr „sehr gut, sehr gut, das machst du sehr gut, weiter so Großer“ und streichelte meinen Bauch so heftig, dass es fast schon weh tat. Die Bundesbrüder um mich herum klammerten sich verkrampft an ihre Mützen. Das war ein tolles Gefühl! Ein echtes „Wir-Gefühl“! Ich fühlte mich beflügelt. Es war als ob 30 Leute in schwarz-weiß-orange gemeinsam vorsetzten, gemeinsam abdrehten, Quarten und Terzen aufzogen.

Und es war in diesem Abend als ich verstand, dass die Mensur keine Mutprobe von martialischen Chauvinisten und ewig Gestrigen ist. Sie ist der Punkt auf dem Buchstaben „i“. Der Punkt als emotionale Krönung einer langen Zeit der gemeinsamen Vorbereitung, des gemeinsamen Lachens, auch des gemeinsamen Leidens und Blödsinn-Machens. Sie ist Mutprobe. Ja. Aber eine Mutprobe für den ganzen Bund. Sie ist eine uralte Tradition die ungeheuer zusammenschweißt und verbindet. Als ich die Brille abgenommen bekomme habe und der Schweiss mir brennend über die Augen rannte, kamen die Bundesbrüder und wuschelten mir durch das Haar, gratulierten mir, waren genauso erleichtert wie ich. Ich umarmte meinen Gegenpaukant. Ein fantastischer Moment. Ich bat meinen Zweitchargierten am gleichen Abend die nächste Partie auszumachen.

Zwei Jahre später.„Silentium! ich eröffne hiermit den Festkommers anlässlich des 138. Stiftungsfestkommerses der Landsmannschaft Preußen“ schallte es selbstbewusst aus meinem Mund. Ich war Erstchargierter. Leitete den Kommers. Schrieb und hielt Reden. Begrüßte Gäste. Erdachte spontane Geschichten und Repliken. Zuvor plante ich Veranstaltungen, führte Convente und hielt Vorträge. Ich leitete feucht-fröhliche Kneipen, auf denen die Teilnehmer ständig versuchten mich aus dem Konzept zu bringen. Ich lernte früh, ihnen zu kontern. Ich lernte zu argumentieren und taktisch zu planen. Heute reise ich durch Deutschland, duze mich mit Firmenchefs und Abteilungsleitern in Couleur, vertrete die Aktivitates eines Verbands von 10.000 Akademikern. Und ich mache das nicht weil ich so ein toller Hecht bin oder irgendwelche Eigenschaften habe, die mich dazu prädestinieren. Ich mache das, weil ich durch eine Schule gegangen bin, die mich dazu ausgebildet hat. Eine Schule, die mir beigebracht hat wie man in der Öffentlichkeit auftritt. Die mir spielerisch gezeigt hat wie man mit schwierigen Situationen umgeht und Menschen für sich begeistert.

Meine Universität hat mir beigebracht wie ich rechne, meine Verbindung hat mir beigebracht wie ich führe.

Zurück im Oktober 2013.

Was!? Bist du etwa in einer Studentenverbindung? Das passt ja gar nicht zu dir! Hätte ich nie gedacht! Das sind doch alles so Sozialversager die ständig saufen, sich Brotkrumen in die Nase stecken und dabei um die Wette kotzen! Was machst du denn bei so was?“.

Ich guckte Laura mit einem Lächeln an und sagte ganz ruhig zu ihr:

Weil ich in der Verbindung Freunde und Vorbilder gefunden habe. Menschen die sich komplett von der Masse abheben. Weil es mir Spaß macht, mich zu engagieren, und ich mich riesig darüber freue, wenn die Leute es schätzen. Weil ich weiß, dass meine Verbindung auch noch in 50 Jahren für mich da sein wird, bei meinen Kommilitonen bin ich mir da nicht ganz so sicher. Ich bin gewachsen durch meine Verbindung, habe gelernt zu reden, zu planen und zu führen. Klar, du hast schon recht. Vieles ist altbacken und überholt. Und manchmal vergessen wir, dass Tradition nicht bedeutet die Asche aufzubewahren. Sondern dass Tradition bedeutet, das Feuer weiter zu geben. Und einige Leute verhalten sich peinlich, deplatziert und sind einfach nur nervig. Aber wie es immer ist, diese Leute sind es, die du wahrnimmst. Den wahren Kern dahinter siehst du gar nicht. Und der ist es, der die wahre Schönheit ausmacht.

Laura blieb noch bis zum Frühstück.

Junger Fux. Du bist heute das erste Mal in Bad Blankenburg. Du weißt noch nicht ob deine Verbindung etwas für dich ist. Du bist skeptisch gegenüber der angeblichen Traditionen und Werte. Du hinterfragst Dinge. Zum Glück! Behalte das bei! Lass dich nicht betäuben. Bleib wach! Bleib misstrauisch!

Ich wünsche mir aber von dir, dass du den Mut hast, dich auf deine Verbindung einzulassen, ihr eine Chance gibst. Du wirst es nicht bereuen! Ich wünsche dir, dass du echte Freunde findest – so wie ich. Ich wünsche dir, dass du Vorbilder findest und tolle, verrückte Geschichten erlebst. Ich wünsche dir eine aufregende Zeit im Studium, in der du wächst – vom Mann zu einer Persönlichkeit. Und ich freue mich darauf, in einigen Jahren deinen Platz da hinten einzunehmen und den Geschichten zu lauschen, die du hier vorne erzählst. Ich freue mich darauf von dem Feuer zu hören das du für dich gefunden hast. Und ich freue mich darauf, dass du dieses Feuer an kommende Generationen weiter gibst.

Vergiss die Asche.

Darauf stoßen wir dann an. Prost, junger Fux, prost Corona.

Ganz herzlichen Dank an Vbr. Schneider für seine Erlaubnis zur Veröffentlichung an dieser Stelle !
Posted in Allgemein | Leave a comment

Cocktailparty 26.04.2014

Nach einiger Zeit an Renovierungsarbeiten konnten wir am 26.04 endlich unsere neue Kellerbar bei einer dezenten Cocktailparty einweihen. Die Bar, nunmehr ausgestattet mit neuen Barhockern, einer Chillout-Lounge mit Sofas, sowie dekorativer Beleuchtung und passender Musikanlage, kann sich durchaus sehen lassen. Im Zuge der Cocktailparty investierte die Aktivitas viel Zeit, um das Fritzenhaus wieder auf Vordermann zu bringen. Der Vorgarten wurde gemacht, das Haus geputzt und angemessen dekoriert, sowie die Kellerbar mit Getränken und anderen Ingredienzien befüllt, sodass ab 20hct der Einlass gewährt wurde. Wir haben uns besonders über die Anwesenheit von AH Schmucker, sowie AH Schübeler gefreut. Letzterem muss an dieser Stelle ein tiefer Dank für seine helfende und weisende Hand im Zuge der Vorbereitungen ausgesprochen werden. Die Cocktailparty verlief sehr harmonisch, feuchtfröhlich und wurde anhand vieler Bilder dokumentiert. Besonderes Highlight des Abends, war die traditionelle Verewigung mit Ruß in die Kellerdecke, welche von allen beteiligten praktiziert wurde. Sie stellt den Auftakt noch einiger geplanter und angedachter Veranstaltungen dar, welche in unser nunmehr renovierten Kellerbar gefeiert werden können. DSC01944 DSC01971 DSC01914 DSC01873 DSC01869 DSC01866 DSC01865 DSC01841

Posted in Allgemein | Leave a comment

Semesterkneipe FSS am 29.03.2014

Die Semesterkneipe unseres FSS 2014 war eine ganz besondere. Nach vielen vielen Semestern biertechnischer Absenz zog es dieses Mal viele junge AHAH auf’s Haus, um unserer Kneipe beizuwohnen.

Traditionelle begann wurde vor der Kneipe ein opulentes Mahl beim ansässigen griechischen Lokal gegenüber unseres schönen Hauses verzehrt, welches als Grundlage für das ein oder andere Bierchen im Anschluss dienen sollte. Die Kneipe verlief ausgelassen. Vor- und Nachtrinken bestimmten nach langer Zeit wieder einmal den Kneipverlauf, sodass die jungen AHAH gemeinsam mit den älteren Semestern einen feucht fröhlichen, offiziellen Teil des Abends verbrachten. Die Rede des Erstchargierten stelle vor allem den unglaublich starken Halt der Aktivitas in den Vordergrund, die im Laufe ihres Zusammenlebens einen wirklich brauchbaren, fechtmotivierten und trinkfreudigen Anteil an Bundesbrüdern zu stellen vermag. Nach diesem folgte wie gewohnt das Inoffizium. Dieses gestaltete sich als ausgesprochen amüsant, da unserer lieber AH Feiler es gekonnt verstand mit Wortwitz, straffer und zugleich begeisternder Führung alle Beteiligten gleichermaßen für einen feuchtfröhlichen Kneipverlauf zu animieren. In alter Fritzenmanier bekamen wir in der Nacht auch von unseren guten Freunden in blau-weiß einen kleinen, aber harmlosen Besuch abgestattet. Neben diesem Ereignis galt es insbesondere die Wiederaufnahme von Björn Dettmar zu celebrieren, der nach langen Jahren nun feierlich wieder in den Kreis unserer lieben T! Fridericiana aufgenommen wurde. Die Aktiven verbrachten einen wunderbaren Abend mit den AHAH, einige Gespräche dauerten sogar bis früh in den Morgen, sodass sich sub summarum ein wirklich toller Abend ergab. Wir würden uns freuen, wenn auch bei der nächsten Kneipe wieder viele AHAH unser schönes Haus in Feudenheim besuchen würden.Junge AHAH auf der FSS Kneipe 2014

Posted in Allgemein | 1 Comment