Unsere Geschichte

Werdegang der Leipziger Turnerschaft Fridericiana

Am 16. Juli 1882 gründeten 7 Conpennäler der Dresdner Kreuzschule auf der Rudelsburg den „Litterarischen Abend zu Leipzig“. Diese Runde sollte zum regelmäßigen Zusammentreffen während ihres Studiums an der Handelshochschule in Leipzig dienen. Ende des selben Jahres ließ man sich dann im Universitätgericht eintragen. Als Erinnerung an die Kreuzschule wählte man für die Farben des Bundes Hellblau – Silber – Dunkelblau.

Fuxia 1926Schon bald änderte man den Namen der Verbindung in Studentisch-Wissenschaftlicher Verein Fridericiana. Der Name Fridericiana wird abgeleitet von Friedrich dem Streitbaren, dem Gründer der Universität in Leipzig. Im WS 1901 wurde die Bezeichnung „Verein“ ersetzt durch „Verbindung Fridericiana“. Zunehmend gewann das studentische Fechten an Bedeutung – und ist bis heute Tradition in unserer Verbindung.

1907 feierte die Fridericiana ihr 25. Stiftungsfest in ihrem ersten selbständig bewirteten Kneiplokal in der Hohe Straße 43. Erstmals kamen wieder Gedanken des Farbentragens auf. Zudem hatte man die Idee eines eigenen Hauses.

Während des ersten Weltkrieges wurde der Bund suspendiert, da kein Aktivenleben möglich war. Nach Ende des Weltkrieges war die Wiederaufnahme des Aktivenlebens anfangs sehr schleppend, viele Bundesbrüder waren für ihr Land gefallen und die Mittel für die Aktivitas waren knapp. Die Gemeinschaft war aber stark und der Bund erholte sich.

1924 kam mit dem Beitritt zum Vertreterconvent der Turnerschaften die Umbenennung in Turnerschaft Fridericiana. Im Februar 1927 wurde der Grundstein zum Hausbau in der Mainzer Straße gelegt, am 28. Oktober 1927 wurde feierlich zum 45. Stiftungsfest das neue Haus eingeweiht.

Während der NS-Herrschaft waren Verbindungen wegen ihrer Offenheit und basisdemokratischen Organisation den totalitären Machthabern gefährlich und wurden deshalb verboten. Um der Auflösung zu entgehen, gründeten die Bundesbrüder innerhalb der SA die „Kameradschaft Friedrich der Streitbare“ und konnten so in dieser menschenverachtenden Zeit ein einigermaßen solidarisches Bundesleben aufrecht erhalten. Ende des zweiten Weltkrieges wird das Haus in der Mainzer Straße zerstört. Ab 1946 nehmen die Bundesbrüder wieder Kontakt zueinander auf. Viele von ihnen flüchten in den Westen.

Dort kommt es 1955 zum Abschluss des Freundschaftverhältnisses mit unserer lieben und befreundeten Turnerschaft Hohenstaufia. Trotz des Bestrebens der T! Hohenstaufia einer Verschmelzung mit unserer Fridericiana verstummt der Wille einer Reaktivierung in Leipzig nicht, falls die politischen Verhältnisse dies wieder zuließen.

Den Realitäten folgend ist dann aber am 7. November 1964 die Reaktivierung in Mannheim als „Leipziger Turnerschaft im CC zu Mannheim/Heidelberg“  beschlossene Sache. Eine erste Konstante findet man im Friedrichsring 14, 1967 bezieht man eine Etage in der Tattersallstraße 47, bis es 1972 zum Hauskauf in Mannheim – Feudenheim kommt.

Hier haben wir seither den Mittelpunkt unseres Bundeslebens gefunden, wo sich in regelmäßigen Veranstaltungen und spontanen Aktivitäten unsere aktiven Studenten und Alten Herren immer wieder gerne zusammen finden.

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